Koto-Konzert begeistert die Gäste

Japanischer Kulturabend ein voller Erfolg

Speyer. „Ich weiche jetzt ein wenig von meinem Skript ab, weil wir mit so einer tollen Resonanz nicht gerechnet hatten“, zeigte sich der stellvertretende Vorsitzende des Chieko Tezuka an der KotoVereins „Kopf hoch, Japan!“, Dr. Martin Moser, in seiner Einführungsrede begeistert. In der Tat war der Vortragssaal in der Villa Ecarius brechend voll: Rund 50 Gäste waren gekommen, um die japanische Kultur kennenzulernen und das Koto-Konzert von Chieko Tezuka zu besuchen. Moser betonte, dass der Kulturabend zeige, dass „Vielfalt das beste gegen Einfalt“ sei.

Das Koto-Konzert von Tezuka war das erwartete Highlight des Abends: Mit eindrucksvoller Virtuosität zog sie die Zuhörer in ihren Bann und brachte ihnen die japanische Musik näher. Während der kurzen Konzertpause kamen zahlreiche Gäste auf die 34-Jährige zu und stellten Fragen zum Instrument und zu ihrem persönlichen Werdegang.

Chieko Tezuka an der KotoDen Kontakt zu Tezuka hatte Tomoko Moser, die Vorsitzende des Vereins, bei einer Weiterbildung herstellen können. „Ich war vor zwei Jahren schon einmal für ein Konzert hier“, so Tezuka, die nach dem Konzert in Speyer noch in Frankfurt und Marburg aufgetreten war, bevor sie die Rückreise nach Reading, England, antrat, wo sie lebt. Für die 25-saitige Koto entschied sie sich, weil „das Tonspektrum gegenüber der traditionellen Koto wesentlich größer ist“, wie sie sagte. Dies bewies sie in der zweiten Hälfte ihres Konzertes, nach dessen Ende sich die Künstlerin schweißgebadet und unter lang anhaltenden Ovationen für den herzlichen Empfang bedankte.

 

Besonders erfreulich: Der Kulturabend sorgte nicht nur für einen intensiven Dialog zwischen den Gästen und erfüllte so das Ziel des Vereins, den kulturellen Austausch zwischen japanischer und deutscher Kultur zu fördern, sondern erbrachte auch 240 Euro an Spenden, die der Flüchtlingshilfe Speyer zugute kommen werden. (sh)